Das TAO - das Eine - das Unnennbare

Die Weisen des alten China haben uns die Philosophie des TAO überliefert. TAO ist das Eine, das Unnennbare, das Nichterklärbare, die chinesische Schöpfungsgeschichte. Damit wir vom TAO sprechen können, sind wir auf Beschreibungen angewiesen. Die erste Beschreibung ist das Prinzip von Yin und Yang, dem folgt die Lehre vom Qi (Energie). Das Qi will sich bewegen und zeigt sich in der Welt in seinen verschiedenen Ausprägungen, in den 5 Wandlungsphasen.

Es sind die Kräfte von Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die uns sowohl im Zyklus der Tages- und Jahreszeiten, als auch in unseren Lebensphasen begleiten.

Die Weisen im alten China beobachteten die Kräfte der Natur und übertrugen diese Erkenntnisse auf alle Bereiche unseres Lebens. Und ich finde, es ist eine wunderbare Art, Bewegungen des Lebens in uns, in der Natur und im Kosmos zu beobachten.

Zu wissen, daß jedem Winter, der Frühling folgt, läßt uns gelassener in der Winterzeit sein, in der sich scheinbar nichts bewegt. Und doch ist es ja genau diese Zeit des Rückzugs, des Kräftesammelns, die die Kreativität und Visionen des Frühlings hervorbringt.

So folgt dem Frühling der Sommer, das Feuer, die Begeisterung, die sich in alle Himmelsrichtungen ausbreitet. Der Spätsommer, Erdezeit, lädt uns ein, die reifen Früchte zu ernten und aus der Fülle zu schöpfen. Der Herbst, das Metall, ist die Zeit der Klarheit, des Sortierens, des Loslassens und der Anerkennung des Lebens, so wie es ist. Damit geht die Bewegung hin zum Winter, der Wandlungsphase Wasser, der Phase von Rückbesinnung, Weisheit und Tiefe. So schließt sich der Kreis und ist doch unendlich.

Das Bewußtsein über die Einheit des Kreises läßt uns immer wieder zur Gelassenheit und Einheit finden - dem TAO in uns.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich der Weisheitslehre der 5 Wandlungsphasen zu nähern.

Wir können uns beispielsweise über die 5 Sinne - hören, sehen, fühlen, schmecken, riechen - herantasten. Ein genußvoller Zugang ist ein gesundes, ausgewogenes und mit Liebe zubereitetes Essen in einer schönen Umgebung.

Eine andere Möglichkeit ist die Erfahrung über die Berührung der Meridiane im Qi-atsu. Eine Qi-atsu Stunde ist wie eine Oase im Alltag, ein tiefes Ein- und Ausatmen.

Meinen Artikel zum Thema "Das TAO" finden Sie hier.

Empfehlenswerte Literatur:

  • Pamela Ferguson: "Lebensfreude und Harmonie durch die Kraft der 5 Elemente"
  • Mike Mandl: "Ich Yin - Du Yang"
  • Wilfried Rappenecker: "Fünf Elemente und Zwölf Meridiane"
  • Dianne Conelly: "Alles Weh ist Heimweh"